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Wir werden 2012 einen Boom bei Pelletsheizungen haben

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„Wir werden 2012 einen Boom bei Pelletsheizungen haben“

European Pellet Council
In Kohlekraftwerken gewinnt das Verbrennen von Holzpellets eine immer größere Bedeutung. Christian Rakos, Präsident des European Pellet Council beschreibt im Gespräch mit Pelletshome.com den Unterschied zwischen Industrie- und Haushaltspellets und erklärt, warum sich beide Märkte ergänzen können.

 

Welche Herausforderung bringt der Anstieg von Co-Firing mit sich?
„In der Tat beabsichtigen immer mehr Stromerzeuger, ihre CO2-Emissionen mit dem Einsatz von Pellets in Kohlekraftwerken zu reduzieren. Die Auswirkungen dieser Entwicklung auf den Markt für Haushaltspellets sind aber gering. Industriepellets für Kraftwerke weisen eine minderwertige Qualität auf und sind deshalb kostengünstiger als Pellets für Haushalte. Für Kraftwerke wäre es unwirtschaftlich, Premiumpellets für die Produktion von Ökostrom zu verwenden.“

 


Herr Christian Rakos, einige befürchten dennoch negative Auswirkungen auf das Image und den Preis des ökologischen Brennstoffs. Was ist Ihre Meinung dazu?
„Ich glaube nicht, dass es zu einem negativen Image kommt. Kraftwerksbetreiber legen größten Wert darauf, dass ausschließlich Industriepellets aus nachhaltiger Forstwirtschaft zum Einsatz kommen und verlangen von den Produzenten entsprechende Nachhaltigkeitsnachweise. Was die Preissituation betrifft, wird die verstärkte Nachfrage nach Industriepellets sicher nicht zu einer Preissteigerung bei Premiumpellets führen, weil sich die beiden Märkte derzeit weitgehend unabhängig voneinander entwickeln. Mittelfristig gehe ich davon aus, dass Industriepellets, die derzeit nur im Kraftwerksbereich genutzt werden, von größeren Wärmeverbrauchern wie Schulen oder Wohnhausanlagen eingesetzt werden. Die großen Mengen von Industriepellets, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen, werden dann einen Preis stabilisierenden Einfluss haben. Witterungsbedingte Schwankungen beim Pelletsverbrauch großer Wärmeverbraucher können dann nämlich durch die großen zirkulierenden Mengen an Industriepellets ausgeglichen werden.“
Sie sagten beim Industrieforum Pellets im Oktober in Stuttgart, der internationale Handel werde die Rohstoffkonkurrenz zwischen energetischer und stofflicher  

 

 

Verwertung von Holz in der EU entschärfen. Geht dies nicht zu Kosten der Nachhaltigkeit?
„Ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Industriepellets werden derzeit überwiegend in Kanada und den USA produziert. Ländern, in denen klare gesetzliche Vorgaben für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung gegeben sind und eingehalten werden. Der Transport über den Atlantik in großen Schiffen ist sehr energieeffizient. In der Regel führt der Pelletseinsatz in Kohlekraftwerken zu einer Reduktion der Treibhausgase um über 80 Prozent, selbst wenn man die Energie für Produktion und Transport der Pellets berücksichtigt. Insofern leistet Co-Firing einen großen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und damit zur Nachhaltigkeit.“


Sie haben beim European Pellet Council eine Arbeitsgruppe European Industrial Pellet Suppliers gebildet. Was wird hier ihre Hauptaufgabe sein?
„Der inzwischen zügig wachsende Markt für Industriepellets muss besser organisiert werden. Derzeit gibt es keine einheitliche  Qualitätsstandards, sehr unterschiedliche Anforderungen an den Nachweis der Nachhaltigkeit und keine klaren Regeln für den Handel. Aufgabe der Arbeitsgruppe, an der sich europäische Produzenten von Industriepellets beteiligen, wird es sein,  Vorschläge für Qualitätsklassen, für die Nachhaltigkeitszertifizierung sowie für einheitliche vertragliche Rahmenbedingungen auszuarbeiten und in der Folge mit den Käufern industrieller Pellets, den Stromversorgern, zu verhandeln.“


Es geht beim diskutieren über die Energiewende meistens um Strom. Wie lässt sich Ihrer Meinung nach eine Debatte über eine Energiewende beim Heizen anstoßen?
„Durch die enormen Preissteigerungen bei Heizöl und Erdgas hat sich vieles geändert. Für viele Haushalte stellen die Heizkosten ein echtes wirtschaftliches Problem dar. Ich denke, dass sich dadurch auch das politische Bewusstsein für diese Problematik entsprechend entwickeln wird. Allerdings verliert die Rolle der Politik für die Energiewende beim Heizen zunehmend an Bedeutung. Mit Pellets zu heizen ist bereits so wirtschaftlich, dass Förderungen keine Voraussetzung mehr für Kunden darstellen, um eine Pelletsheizung anzuschaffen.“


Obwohl man mit Holzpellets wesentlich günstiger bekommt als Heizöl, stagniert ihr Absatz im Heizungsmarkt. Weshalb?
„Von Stagnation kann man in Österreich eigentlich nicht mehr sprechen. Nach unseren Schätzungen ist der Absatz von Pelletszentralheizungskesseln in Österreich im vergangenen Jahr um 15 Prozent gestiegen, der Absatz von Pelletskaminöfen sogar um 30 Prozent. Eine aktuelle Befragung von Haushalten, die mit Öl heizen, zeigt, dass eine große Zahl von Ölheizern in den kommenden Jahren umsteigen wird  – viele von ihnen auf Pellets. Ich glaube daher, dass wir in den kommenden Jahren einen regelrechten Boom bei Pelletsheizungen sehen werden.“

 

 

Autorin:

Bianca Kunz

 

Quelle:

Pelletshome




Gravatar
Eugen Wagner (10.01.2012 (00:13:45))
Yes No Ich denke auch, dass in naher Zukunft die Pelletheizung und vorallem Blockheizkraftw erke sehr an Bedeutung gewinnen werden.Quote
http://www.rechnerphotovoltaik.de
Gravatar
Wolfgang Wirtz (05.02.2012 (10:13:13))
Yes No Na ja, ob Pellets wirklich einen Boom erleben werden, hängt nicht nur vom Pelletpreis ab, sondern auch von Faktoren wie Komfort, Wartungsfreundl ichkeit und Wartungskosten. Ich kenne z. B. zwei Betreiber von Pelletheizungen , die alle paar Monate Ärger mit den Transportschnec ken haben.Quote
http://pbwirtz.de


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