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Heizsystem Pelletheizung – die moderne und umweltfreundliche  Wärme mit Holz


Das heizen mit Holz bedeutet nicht mehr Schwerarbeit mit Axt und Säge. Die Pelletkessel arbeiten bequem und automatisch wie eine Ölheizung. Wenn beim Nachbarn der Pelletslaster statt des Öltankwagens vorfährt, hat er umgestellt auf eine moderne Holzheizung. Der Händler liefert vor der Heizsaison die bis zu 30 Millimeter langen und sechs Millimeter dicken Pellets an. Diese sind gemahlenen Holzresten ohne chemische Zusätze gepresst. Über einen speziellen Füllstutzen werden sie mit einem Gebläse vom Silowagen aus in den Lagerkeller gepustet.


Das Holz zerbröselt nicht, denn durch den holzeigenen Bindestoff Lignin wird es zusammen gehalten. Die Größe, das Dichte und die Feuchtigkeit der Holzpellets sind genormt. Der Heizwert entspricht etwa 5 Kilowattstunden je Kilogramm: 2 Kilogramm Pellets ersetzen etwa einen Liter Heizöl beziehungsweise einen Kubikmeter Erdgas. Zurück bleibt nur etwas Asche, die sich als Dünger im Garten mit dem Hausmüll oder mit dem Hausmüll entsorgen lässt.


Sacksilo oder Pelletlager

Ein circa 6 Quadratmeter großer trockener Raum neben dem Heizkeller ist ideal für das Pelletlager, das zum Nachrutschen einen abschüssigen Boden erhält. Das könnte der umgerüstete Raum des früheren Öltanks sein. Eine Sauganlage oder eine Förderschnecke transportiert die Pellets zum Kessel. Ausrüstung eines Lagerraums kostet etwa 800 bis 1000 Euro.

Wer keinen solchen Lagerraum einrichten kann, stellt ein Sacksilo auf, einen großen trichterförmigen Beutel aus staub- und wasserdichtem Material in einem Metallgestell. Solch ein Silo kann sogar im Freien stehen. Ein Erdtank aus Beton oder Kunststoff, der unterirdisch in der Nähe des Heizraums installiert wird, ist eine teure Alternative, erfordert aber keinen Platz im Keller. Durch ein Saugsystem werden die Pellets von draußen zum Vorratsbehälter am Kessel transportiert.


Ohne Montage aber inklusive Fördertechnik und Ausstattung für den Lagerraum kostet ein Pelletkessel zwischen 10 000 bis 15 000 Euro. Er ist somit fast doppelt so teuer wie eine Gasheizung, staatliche Zuschüsse bereits einkalkuliert. Das System macht unabhängig von dem  internationalen Energiemarkt, was sich bei steigenden Öl- und Gaspreisen rechnet.

Eine Pelletheizung hat einen gute Umweltbilanz: Beim verbrennen von Holz, entstehen weniger Kohlenwasserstoffe als bei der Verbrennung von Öl und Gas. Auch beim Schwefeloxid steht das Holz besser da. Und beim Kohlendioxid (CO2) liefert das Holz eine beinahe neutrale Bilanz. Nur bei der Emission von Stickoxiden, Kohlenmonoxid und Staub sieht es schlechter aus, im Vergleich zu Kamin- oder Kachelöfen sind Pelletkessel im Durchschnitt aber deutlich sauberer. Für Feinstaub wird es ab 2015 zum Beispiel generell ein Grenzwert von 20 Milligramm pro Kubikmeter gelten, den die allermeisten Geräte aber heute schon einhalten. Nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz ist die Kombination mit einer Solaranlage bei Neubauten nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll, da dann im Sommer der Heizkessel ausgeschaltet werden kann und auch keinen Strom verbraucht.

Neben den klassischen Heizkesseln existieren noch zwei 2 weitere Pellet-Techniken: Die Einzelöfen und die sogenannte Primäröfen. Einzelöfen gibt es als frei stehende Kaminöfen oder als Ofeneinsatz für schon vorhandene Kachel- oder Kaminöfen. Die Pelletöfen stehen im Wohnraum und sehen aus wie normale Kaminöfen. Ihre Bedienung ist allerdings viel einfacher: Pellets in den Vorratsbehälter füllen, dann die Zündung auslösen, alles Weitere geschieht automatisch. Das Thermostat übernimmt die Temperatursteuerung.

Eine Zeitschaltuhr regelt die Temperaturabsenkungen. Die Öfen kommen bis zu 90 Stunden lang mit einer Füllung aus. Damit eignen sich die Pelletöfen als Zusatzheizung oder für Nebenräume.

 


Primärofen, Einzelofen oder Heizkesselanlage?

Die Primäröfen stehen ebenfalls im Wohnraum. Mindestens 5 % der Wärme gibt der Primärofen als Strahlungswärme an die Umgebung ab. Je nach Modell bis zu 95 % werden über einen Wärmetauscher der Zentralheizung zugeführt. Dadurch werden zusätzlich das Brauchwasser beheizt und auch weiter entfernte Räume. Pellets muss man allerdings alle paar Tage oder bei intensiverem Heizen täglich nachfüllen. Dadurch heizt ein Primärofen ein Niedrigenergiehaus alleine. Um ihn nicht im Sommer betreiben zu müssen, sollte man ihn mit einer Solaranlage kombinieren, die das Duschwasser erwärmt. Aber diese Anschaffung kostet natürlich zusätzlich Geld. Vom Staat wird die Anschaffung einer Pelletheizung gefördert. So lässt sich zusammenfassen: Pelletheizungen sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirklich günstig

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