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Pellets Lagerung
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Pellets Lagerung - Lagerraum für Pellets

Vorab - Was schreib der DEPV zum Thema Pellets sicher lagern:

 

Für alle Energieträger gelten Sicherheitsvorschriften, die im Umgang mit Brennstoff, Heizung und Lagerräumen einzuhalten sind. Das gilt auch für das Heizen mit Pellets. Der DEPV hat daher zusammen mit dem TÜV Rheinland Sicherheitsratschläge für Pellet-Lageranlagen mit Lagermengen bis 10 Tonnen erarbeitet. Bitte nehmen Sie die Sicherheitsratschläge und folgende Hinweise ernst. Schenken Sie ihnen regelmäßig Beachtung!
Stellen Sie rechtzeitig vor dem Befüllen von Pelletlager oder Lagerbehälter sowie vor Arbeiten an Pelletlager oder Lagerbehälter
den Pelletkessel ab! Beachten Sie hierbei die zeitlichen Vorgaben des Kesselherstellers! Allgemein gilt: Mindestens eine Stunde
vor der Befüllung des Lagers ist der Kessel abzuschalten!


Lagerräume und Lagerbehälter für Holzpellets sind nicht zum Betreten oder zum Aufenthalt gedacht! Pelletlagerräume sind vor dem Betreten
mindestens 15 Minuten lang ausreichend zu belüften. Diese Räume sind kein Spielplatz! Holzpellets können von Kleinkindern verschluckt
werden. Auch von beweglichen Teilen zum Antrieb wie z. B. Förderschnecken geht eine grundsätzliche Verletzungsgefahr aus. Pelletlagerräume dürfen nur zu unmittelbar dem Heizungsbetrieb dienenden Tätigkeiten betreten werden (z.B. Wartungs- und Reinigungsarbeiten). In der Umgebung von Heizungen und in Pelletlagerräumen kann es zu einer erhöhten Konzentration gefährlicher Abgase in der Atemluft kommen, die sich über längere
Zeiträume ansammeln und eine Gefahr darstellen können. Auch wenn im Normalfall für den Betreiber kein Risiko besteht, sind solche Störfälle nie auszuschließen.

 

 

Sicherheitsratschläge für Pellet-Lageranlagen mit Lagermengen bis 10 Tonnen:
1. Mindestens zwei Kupplungsstutzen (Füll- und Absaugstutzen) mit Lüftungsöffnungen von je 20 cm² freie Öffnungsfläche einbauen bzw. umrüsten.
2. Vor Betreten des Lagerraumes die Pelletheizung und Fördereinrichtung abschalten, sowie die Zugangstür eine Viertelstunde vorher öffnen.
3. Füll- und Absaugstutzen elektrisch erden mit mindestens 4 mm² Kupferader an der Hauspotenzialschiene.
4. Beim Säubern des Lagerraumes vom Pelletstaub Staubmaske tragen.
5. Fördereinrichtungen und elektrische Betriebsmittel regelmäßig vom Pelletstaub befreien.
6. Füllstandskontrolle über eine fest verschlossene Sichtscheibe (Bullauge) durchführen.

 

Weitere Infos vom DEPV:

Lagerung von Holzpellets

Holzpellets werden in speziell dafür ausgerichteten Fertiglagern oder besonderen Lagerräumen aufbewahrt.

Lage des Lagerraumes
Holzpellets werden mittels Silowagen angeliefert und in das Pelletlager eingeblasen. Das Silofahrzeug sollte möglichst nah an die Befüllstutzen heranfahren können. Eine lange Einblasstrecke hat aufgrund der mechanischen Belastung der Pellets während der Befüllung einen gewissen Abrieb zur Folge.
Bei langen Einblasstrecken und Höhenunterschieden zwischen Fahrzeug und Pelletlager muss besondere Sorgfalt auf die internen Befüllleitungen zwischen Kupplung und Lagerraum gelegt werden. Bei der Befüllung des Lagers sollten Schlauchlänge und fest installierte Befüllleitung eine Länge von insgesamt 30 Metern nicht überschreiten. Sind längere zu überbrückende Entfernungen zu erwarten, sollte Rücksprache mit dem Pelletlieferanten gehalten werden, um dessen technische Möglichkeiten zu klären. Jeder Meter Schlauch und jeder Bogen erzeugen während des Einblasvorgangs Feinanteil. Die Festigkeit des Naturproduktes Pellets schwankt in der Bandbreite der Norm und des Gütezeichens ENplus. Der Feinanteil bei der Befüllung des Lagers kann abhängig von Einblaslänge und Anzahl der Bögen unterschiedlich sein (Abb. 1).

 

Zugänglichkeit
Der Zufahrtsweg muss für Silofahrzeuge geeignet sein. In der Regel ist eine Straßenbreite von mindestens drei Metern und eine Durchfahrtshöhe von mindestens vier Metern erforderlich. Wenn möglich, sollte der Lagerraum an eine Außenmauer grenzen, da die Einblas- und Absaugstutzen bevorzugt ins Freie geführt werden sollten. Sofern die Stutzen nicht in der Außenwand installiert werden können und abgesaugt werden
muss, darf die Anschlussmöglichkeit an die Kupplung maximal zwei Meter von einer Öffnung (Kellerfenster oder Tür) entfernt sein, damit das Absauggebläse angeschlossen werden kann. In jedem Fall muss für das Anschließen der Befüllschläuche ein ausreichender Rangierabstand vorgesehen werden. Der Wenderadius und die Tonnage der Fahrzeuge sollten beachtet sowie bei einigen Straßen die Blockadezeit während der
Belieferung berücksichtigt werden. Es ist zudem darauf zu achten, dass die Befüllschläuche nicht am Befüllstutzen abknicken können. Die Anbringung der Befüllkupplungen sollte maximal bis Kopfhöhe erfolgen. Ist das nicht möglich, ist ein sicherer Zugang durch Podeste oder Rampen zu gewährleisten. Das Lager und die Befüllkupplungen müssen für den Tankwagenfahrer zugänglich und problemlos erreichbar sein. Falls ein
Fertiglager installiert ist, sollte dieses ebenso leicht zugänglich sein. Erforderliche Sichtprüfungen im Vorfeld und während
der Befüllung sollten durchgeführt werden können (Abb. 1).


Befüllvorgang
Die Pellets werden mit einem speziell auf die Eigenschaften von Holzpellets ausgelegten Silofahrzeug angeliefert. Das Fahrzeug ist mit einem geeichten On-Bord-Wiegesystem, innen beschichteten Schläuchen zur Minimierung der Reibung beim Einblasen der Pellets sowie einem Absaugventilator mit Staubsackausgestattet.

Der Silo-LKW verfügt zudem über einen Kompressor, der die Luft für den Einblasvorgang verdichtet. Der Einblasvorgang besteht aus den beiden Komponenten
Druck, der vom Kompressor in der Leitung und auf den
Kessel aufgebaut wird, sowie Treibluft, die die Pellets in der Befüllleitung beschleunigt und trägt.
Die vom Kompressor produzierte Luftmenge wird zum Teil in die Kesselkammer am Fahrzeug geleitet und drückt die Pellets in die Leitung. Den Kesseldruck kann man am Manometer des Fahrzeugs ablesen. Der andere Teil der Luftmenge wird als Treibluft genutzt, um die Pellets zu  beschleunigen und mit der Luft durch den Schlauch zu transportieren. Bei kurzen Einblasentfernungen kann es sinnvoll sein, die Pellets mit höherem Druck und nur wenig Treibluft einzublasen, während bei langen Einblasentfernungen der Treibluftanteil erhöht werden muss. Der Fahrer, der den Einblasvorgang durchführt, trifft abhängig von den individuellen Gegebenheiten vor Ort die Entscheidung, mit welchem Treibluftanteil und
mit welchem Druck eingeblasen wird. Das Absauggebläse minimiert den Überdruck im Lager. Der zum Transport notwendige Treibluftanteil wird abgesaugt und ein leichter Unterdruck im Lagerraum erzeugt. Wenn viele Undichtigkeiten am Lager sind, kann der Unterdruck nicht
aufgebaut werden, sodass Luft mit feinem Staub in die umliegenden Räume dringen kann. Eine staubdichte Ausführung
des Lagerraumes ist deshalb empfehlenswert. Für das Absauggebläse benötigt der Lieferant vor Ort eine 230V Steckdose, die mit 16A abgesichert ist.

Fertiglager

Allgemeines
Die Anforderungen an Pelletqualität und Lagersicherheit sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und werden durch Fertiglagersysteme besser gewährleistet als von Lagern im Eigenbau. Da bei der Lagerung von Holzpellets viele verschiedene Faktoren Einfl uss auf die Qualität der Holzpellets und die Sicherheit des Betreibers haben, rät der DEPV zu Pellet-Fertiglagern, die speziell für die Lagerung von Pellets angeboten werden. Diese Komplettsysteme beinhalten in der Regel neben dem eigentlichen Lagerbehälter auch die Befüllvorrichtung und bei einigen Systemen auch die Entnahmeeinheit. Es handelt sich um Fertiglager, die den Planungs- und Montageaufwand gegenüber dem Eigenbaulager deutlich reduzieren. Die statische Ausführung ist ebenso wie die Staubdichtheit vom Hersteller geprüft.
Je nach den örtlichen Gegebenheiten sollte der Betreiber entscheiden, ob er ein Lager in Eigenbau erstellt oder auf ein Fertiglager zurückgreift. Anhaltspunkte sind Jahresbrennstoffbedarf, Zugänglichkeit, Deckenhöhe und Untergrundbeschaffenheit. Lagersysteme unterscheiden sich preislich
kaum von Lagern in Selbstbauweise. Sie lassen sich in Kellerräumen, aber auch in Garagen, unter Carports oder Geräteschuppen einbauen, sofern die Zuführung zum Pelletkessel gewährleistet ist. Der folgende Abschnitt gibt Ihnen eine Übersicht der unterschiedlichen Lagersysteme. Sonderbauformen können bei den im Branchenverzeichnis gelisteten Unternehmen angefragt werden.


Fertiglagersysteme (Anforderungen)

-Abstimmung des Lagersystems Fragen Sie Ihren Vertragspartner (Heizungsbau-Fachbetrieb, Lagersystemhersteller), ob das Entnahmesystem des Lagers mit dem Pelletkessel bzw. Entnahmesys tem kompatibel ist (z.B. durch Freigabe des Kesselherstellers). Sollte keine Freigabe vorliegen, liegt die Verantwortung der Kompatibilität beim Installateur. Der Heizungsinstallateur übernimmt die Gewährleistung für die Funktionseinheit Kessel, Entnahmesystem und Holzpelletlager.
-Abstand von Wänden und Decke Die meisten Lagersysteme benötigen einen Grundabstand zwischen Lagersystem und den Umfassungsfl ächen (Wände, Decke und evtl. Boden). Je nach Lagersystem kann dieser Abstand gemäß den Aufstellrichtlinien (Montageanleitungen)
oder den Kupplungen variieren. Die Befüllkupplung muss für den Pelletlieferanten gut zugänglich sein. Abstände zwischen Anschlusskupplung und Wänden sollten deshalb mindestens einen Meter betragen. Der Pelletlieferant sollte keinen engen Anschlussbogen zwischen Befüllkupplung des Pelletlagers und dem Einblasschlauch verwenden müssen.
-Anschluss an die Befüllleitung
In der Holzpelletlogistik haben sich Rohrleitungen, Anschlusskupplungen und Schläuche mit einem Innendurchmesser von 100 Millimetern durchgesetzt. Fast alle Fertiglagersysteme werden je nach Systemanforderung mit einer oder mehreren Befüllkupplungen (Typ „Storz A“) angeboten. Ob eine Absaugung erforderlich ist, hängt wiederum von der Bauart des Lagersystems ab (die Befüllanleitung des jeweiligen Herstellers
ist zu beachten). Die Verwendung von Bögen ist der Pelletqualität generell abträglich und erhöht den Feinanteil bzw. Abrieb. Es ist deshalb bereits in der Planungsphase zu prüfen, ob beim Anschluss eines Fertiglagersystems auf eine Verlegung von Befüllleitung, Bögen bzw. Umlenkungen verzichtet, oder zumindest deren Anzahl minimiert werden kann. Fest installierte Befüllleitungen sollten möglichst kurz (nicht länger als zehn Meter) sein und enige Richtungsänderungen aufweisen. Bei Richtungsänderungen von über 45 Grad dürfen nur Bögen mit einem Radius von mehr als 200 Millimetern
verwendet werden. Es dürfen zudem ausschließlich Metallrohre für das Befüllsystem verwendet werden, um die Ableitung von elektrostatischen Aufl adungen zu gewährleisten.
-Absaugung der Treibluftmenge
Bei Lagersystemen, die keiner Absaugung des Treibluftstroms bedürfen (Befüllanleitung des Herstellers beachten), ist darauf zu achten, dass die Treibluftmenge (bis zu 1.400 m3/h) durch Fenster oder Türen entweichen kann, damit es zu keinen Druckerhöhungen im Aufstellraum kommt. Sollte eine Überströmöffnung vorgesehen werden, sollte der freie Querschnitt mindestens 170 cm² betragen. Ist eine Absaugung für das gewählte Fertiglagersystem erforderlich, so sollte in der Nähe des Absaugstutzens ein Stromanschluss (230V, 16A) vorgesehen sein bzw. für den Pelletlieferanten zugänglich gemacht werden.

-Einbauten im Aufstellraum des Fertiglagersystems Lagersysteme, die durch den Treibluftstrom aufgeblasen werden, müssen so aufgestellt werden, dass diese nicht durch Raumeinbauten (z.B. Lampen, Rohrleitungen etc.) beschädigt werden können. Rohrleitungen können undicht werden oder zur Schwitzwasserbildung neigen. Kreuzen Rohrleitungen die Flugbahn der Pellets und das Gewebe legt sich an, kommt es zu einem erhöhten Feinanteil bei der Einlagerung und zu einer Beschädigung des Gewebes. Legt sich das Gewebe an die Decken- oder Wandbeleuchtung
an, besteht die Gefahr, dass es durch die Wärmeentwicklung beschädigt wird. Ein Gewebesilo muss sich komplett entfalten können; entstehen
Falten, können diese in den Pelletstrom ragen und zu Beschädigungen des Gewebes führen. Die Lage der Einblasstutzen im Gewebetank muss so gewählt werden, dass die Pellets nur auf die dafür verstärkten Gewebebereiche prallen und keine Nähte beschädigen. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Fertiglagersystemen ist am Lager deutlich zu kennzeichnen, ob ein Absaugventilator während des Befüllvorgangs angeschlossen
werden muss oder nicht.
-Montage- und Aufstellanleitungen beachten Es ist zwingend erforderlich, dass das Fertiglagersystem entsprechend der Herstelleranweisungen aufgebaut und in Betrieb genommen wird. Lassen Sie sich durch das aufstellende Unternehmen bestätigen, dass alle Bauteile entsprechend
den Vorgaben durch die Hersteller der Komponenten installiert und in Betrieb genommen wurden.
-Befüllanleitung
Da es ganz individuelle Lagersysteme gibt, ist es erforderlich, dass jedes Fertiglagersystem eine Befüllanleitung hat. Die Befüllanleitung ist orzugsweise für den Pelletlieferanten gut sichtbar am Pelletlager anzubringen.
-Abschalten der Heizungsanlage während des Befüllvorgangs Der Pelletlieferant darf aus rechtlichen Gründen kein Lager befüllen, ohne dass vor Beginn des Einblasvorgangs die Kesselanlage außer Betrieb genommen wurde. Die Abschaltungspflicht der Kesselanlage liegt beim Kunden. Der Zeitraum für das Abschalten der Kesselanlage vor der Befüllung ist den Unterlagen der Kesselhersteller zu entnehmen.
-Voraussetzungen für die Aufstellung
Ein tragfähiger Untergrund als Standplatz ist Voraussetzung für die Aufstellung eines Fertiglagersystems. Der Boden sollte waagerecht sein, andernfalls muss die Unebenheit mit geeignetem Unterlegmaterial (z. B. Stahlplatten) korrigiert werden. Die Tragfähigkeit des Bodens muss je nach Lagertyp für Punktoder Flächenlasten ausgelegt sein. Erfragen Sie diese ggf. beim Hersteller. Normale kellerfeuchte Räume (50 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit) stellen für Fertiglagersysteme kein Problem in der Anwendung dar, solange eine Luftumströmung an der Außenhaut des Gewebes möglich ist.

 

Lesen Sie doch die komplette Broschüre vom DEPV hie:

 

 

Daraus dürften alle wichtigen Infos der Pellets Lagerung und zum Lagerraum für Pellets klar sein!

Danke an der Stelle an den DEPV!


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